Eine passende Schnellladesäule ist die, die zu Ihrem Auto, Ihrem Akkustand und Ihrem Alltag passt. Im Interview erklärt Jörg Lohr, Geschäftsführer und CEO von JOLT Energy, wie Sie in wenigen Minuten die passende Schnellladesäule erkennen und warum nicht der höchste kW-Wert automatisch die beste Wahl ist.
Wir haben aus unserem Interview einen kleinen Fragenkatalog erstellt, damit sie gleich finden, was sie suchen.
Bevor Sie ein Kabel einstecken, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck. Damit finden Sie schneller die passende Schnellladesäule, auch wenn Sie es eilig haben. Wir haben unserem Experten diese Fragen gestellt:
Frage: Würden Sie sagen, der Standort ist wichtig? Zählt am Ende nicht nur die Ladeleistung?
Antwort: Im Alltag zählt ja Effizienz und die Welt dreht sich immer schneller. Eine passende Schnellladesäule bringt wenig, wenn man Umwege fahren muss oder der Ort unpraktisch ist. Gerade in der Stadt kann man ja zum Beispiel während der Ladung noch etwas erledigen. Und die Ladeplätze kosten meist keine Parkgebühren. Daher würde ich die Ladesäule in der Stadt immer bevorzugen.
Frage: Viele Säulen sehen gleich aus. Was sind Ihre drei schnellsten Prüfpunkte, damit alles klappt?
Antwort: Ich finde, man sollte sich immer diese Fragen stellen:
Wenn diese drei Punkte stimmen, ist es sehr wahrscheinlich die passende Schnellladesäule.
Frage: Haben Sie einen einfachen Plan B, wenn der geplante Ort besetzt ist?
Antwort: Planen Sie grundsätzlich eine zweite Option in der Nähe. Und achten Sie auf Standorte, die transparent über Verfügbarkeit, Steckertypen und Zahlungsoptionen informieren. Das reduziert Stress, besonders zu Stoßzeiten.
Die Technik wirkt kompliziert, ist aber logisch. Entscheidend ist, wie Ihr Auto die Leistung über den Ladevorgang verteilt, also die Ladekurve. Jörg Löhr klärt uns auf und räumt die Mythen auf:
Frage: Viele schauen bei der Maximalleistung nur auf 300 oder 350 kW. Ist das sinnvoll?
Antwort: Nur bedingt. Das Fahrzeug nimmt nicht dauerhaft die Maximalleistung auf. Man weiß mittlerweile, dass Ladeleistungen schwanken und stark von der Batterietemperatur abhängen. Wird der Akku zu kalt oder zu heiß, reduziert das Batteriemanagement die Leistung. Viel wichtiger ist also nicht die Maximalmenge der Säule, sondern der Zustand des Akkus.
Frage: Ist bis 80 Prozent zu laden wirklich der Standard?
Antwort: Für viele ja, weil es danach oft deutlich langsamer wird. Die Ladegeschwindigkeit reduziert sich ab dann leider und viele fragen sich, warum es plötzlich zu lange dauert. 80 Prozent sind also zeiteffektiv und halten auch recht lang.
Frage: Gibt es eine Daumenregel für die Ladezeit eines E-Autos?
Antwort: Ich denke in Zeit statt in Maximalwerten. Wenn Sie 10 bis 20 Minuten laden wollen, bringt eine sehr hohe Leistung nur dann etwas, wenn Ihr Akku im passenden Bereich ist und die Temperatur stimmt. Sonst ist eine kleinere, aber stabile Leistung oft genauso effektiv.
Ob eine passende Schnellladesäule wirklich schnell ist, entscheidet im Hintergrund, wie wir bereits gehört haben, oft die Batterietemperatur. Das merken Sie vielleicht besonders im Winter.
Frage: Warum fühlt sich Schnellladen im Winter oft zäh an?
Antwort: Weil kalte Zellen weniger Leistung aufnehmen. Bei zu kalter oder zu heißer Batterie wird Ladeleistung durch das Batteriemanagement reduziert. Das ist Akkuschutz, aber es kostet Zeit. Man sollte also besser laden, wenn man schon mal ein wenig gefahren ist.
Frage: Im Sommer kann es also genauso drosseln?
Antwort: Ja, wenn Zellen zu heiß werden, wird ebenfalls geregelt. Das ist normal und schützt die Batterie. Für Sie heißt das: Nach sehr heißer Fahrt oder bei großer Hitze sind Erwartungen an Peak Werte oft unrealistisch.
Frage: Viele hören den Tipp „vorkonditionieren“. Was ist das eigentlich?
Antwort: Wenn Ihr Auto eine Batterievorkonditionierung unterstützt, kann es den Akku für maximale Ladeleistung an DC Stationen vorbereiten. Die Funktion „Batterie vorbereiten“ im Bordcomputer dient dazu, an DC‑Ladestationen möglichst kurz zu laden.
Mein Tipp an die Leserinnen und Leser ist: Setzen Sie die passende Schnellladesäule als Ziel im Navi, damit die Vorbereitung rechtzeitig startet, sofern Ihr Modell das kann.
Eine passende Schnellladesäule ist auch dann gut, wenn Sie ohne Hürden starten können (und vor allem auch abschließen!). Hier trennen sich die guten von den schlechten Ladesäulen.
Frage: Wenn ich ohne App laden und bezahlen will, geht das?
Antwort: Klar. Bei JOLT geht das laut über QR-Code an der Säule, Bezahlung per Kreditkarte oder Mobile Payment, und Sie sind in Sekunden startklar.
Frage: Was empfehlen Sie, wenn man regelmäßig schnelllädt?
Antwort: Eine App hilft schon beim Finden, Planen und Bezahlen. Unsere JOLT-App ist zum Beispiel dafür ausgelegt, inklusive Standortsuche und Bezahlfunktion.
Frage: Preise schwanken teilweise. Wie ordnen Sie das ein?
Antwort: Wie beim Benzin oder Diesel auch, gibt es natürlich günstigere und teurere Momente. Bei E-Fahrzeugen ist das aber zum Glück ein bisschen übersichtlicher. Wir bieten ja unter anderem günstigere Nachtzeiten und feste Tarife, damit jeder weiß, welche Kosten zu erwarten sind.
Wenn Sie häufig in der Stadt laden, suchen Sie meist nicht den größten Ladepark, sondern eine passende Schnellladesäule entlang Ihrer Wege. Aber wie sieht der Markt aus? Wir haben Herrn Lohr auch ein paar Fragen zu JOLT gestellt:
Frage: Was soll für Fahrerinnen und Fahrer konkret mit JOLT einfacher werden?
Antwort: Ultraschnelles Laden dort, wo es gebraucht wird: in der Stadt. JOLT beschreibt die Vision eines städtischen, batteriebasierten Ladenetzes und nennt Schnellladesäulen mit integriertem Batteriespeicher, um den Bedarf an aufwendigen Netzerweiterungen zu reduzieren.
Frage: Was ist Ihr Tipp für den ersten Ladevorgang mit JOLT?
Antwort: Nutzen Sie die Standortsuche, prüfen Sie Steckertyp und Tarif und starten Sie so, wie es zu Ihnen passt: per App oder auch mit Kreditkarte. Dann merken Sie sofort, ob das für Ihren Alltag die passende Schnellladesäule ist.
Wenn Sie Ladefenster, Temperatur und Bezahlung zusammen denken, finden Sie deutlich schneller die passende Schnellladesäule. Und wenn Ihr Alltag eh schon in der Stadt ist, kann JOLT eine sehr praktische Option sein, ohne dass Sie daraus ein Projekt machen müssen.
Jetzt JOLT-Standort finden und den nächsten Ladestopp bewusst planen!
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