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Wie JOLT-Standorte ausgewählt werden

JOLT-Standorte
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Wie entstehen neue JOLT-Standorte? Interview mit CEO Jörg Lohr

Innenstadt, Supermarktparkplatz, Tankstelle, Restaurant oder ein stark frequentierter Knotenpunkt: Ein guter Ladestandort wirkt auf den ersten Blick oft „einfach da“. In der Praxis steckt dahinter ein klarer Prozess aus Daten, Technik und Zusammenarbeit.

In diesem Interview erklärt Geschäftsführer und CEO Jörg Lohr, wie die Standortauswahl der JOLT-Ladestationen funktioniert, welche Kriterien wirklich zählen und worauf es ankommt, wenn ultraschnelles Laden in die Stadt soll.

 

Warum Standortauswahl bei JOLT so entscheidend ist

Wenn Sie öffentliche Ladeinfrastruktur planen, ist der Standort nicht nur eine Adresse, sondern der größte Hebel für Nutzung, Auslastung und Zufriedenheit.

 

Frage: Herr Lohr, was ist der Kern der JOLT-Standortauswahl?

Jörg Lohr: Niemand möchte für einen Ladevorgang quer durch die Stadt. Eine Ladesäule soll also immer dort entstehen, wo Menschen ohnehin Zeit verbringen: beim Einkauf, beim Essen, auf dem Weg zur Arbeit oder in geschäftigen Vierteln.


Frage:
Heißt das, Sie planen eher nach Nutzerbedarf als nach „freien Flächen“?

Jörg Lohr: Genau. Eine Fläche ist nur dann interessant, wenn sie aus Sicht der Fahrerinnen und Fahrer praktisch ist. Wir denken vor allem konsequent vom Nutzer aus: gute Erreichbarkeit, klare Zufahrt, sichere Umgebung.

 

Die wichtigsten Kriterien der Standortauswahl

Die Standortauswahl folgt also keinem Bauchgefühl, sondern einem Kriterienmix. Dabei geht es immer um die Balance aus Nutzerwert, technischer Machbarkeit und Partnerfähigkeit.

Frage: Wie messen Sie, ob ein Standort genug Nachfrage hat?

Jörg Lohr: Wir untersuchen verschiedene Kategorien. Dazu gehören Verkehrsströme, Umfeldnutzung, Aufenthaltsdauern und typische Ladeanlässe. Ein Standort kann zentral wirken und trotzdem wenig Sinn ergeben, wenn die Aufenthaltsdauer nicht passt oder die Zufahrt kompliziert ist.

Frage: Welche Rolle spielt „Zeit“ dabei?

Jörg Lohr: Eine große. Viele laden lieber 10 bis 15 Minuten schnell nach und fahren weiter. Darauf optimieren wir vor allem darauf.

Frage: Gibt es dann auch typische No-Gos?

Jörg Lohr: Engstellen, unübersichtliche Verkehrsführung, dauerhaft blockierte Flächen. Auch Standorte, bei denen der Betrieb ständig Konflikte auslöst, sind schwierig. Wir arbeiten jedoch oft mit den verantwortlichen Stellen vor Ort, damit alles besser klappt.

Frage: Haben Sie sonst noch wichtige Punkte? Zum Beispiel im Bereich Ladeleistung? 

Jörg Lohr: Je nach System sprechen wir über High Power Charging bis in den Bereich von 300 kW und darüber. Wichtig ist: Die Leistung muss zuverlässig abrufbar sein, und der Standort muss für Betrieb und Wartung praktikabel bleiben.

 

So läuft der Prozess: Von der Idee bis zum JOLT Standort

Viele stellen sich Standortentwicklung linear vor. In der Realität ist es ein klarer Prozess mit Schleifen: prüfen, priorisieren, abstimmen, umsetzen.

Frage: Wie startet die JOLT Standortauswahl konkret?

Jörg Lohr: Meistens mit einem Screening. Wir schauen uns potenzielle Standorte an, bewerten sie anhand unserer Kriterien und priorisieren. Ziel ist, früh zu erkennen, welche Standorte echtes Potenzial haben und welche in der Umsetzung zu riskant wären.

Frage: Was ist dabei wichtiger, Tempo oder Perfektion?

Jörg Lohr: Beides. Wir müssen schnell sein, aber nicht hektisch. Ein Standort, der später aus Genehmigungsgründen scheitert, kostet Zeit für alle Beteiligten. Darum investieren wir früh in saubere Bewertung.

Frage: Sie sprechen von Genehmigungen. Wie stark sind Kommunen eingebunden?

Jörg Lohr: Sehr stark, vor allem in den Städten. Wir arbeiten partnerschaftlich, weil jede Stadt eigene Anforderungen hat. Themen wie Verkehrsführung, Sicherheit, Gestaltung und Auflagen müssen passen.

Frage: Und was unterschätzen Außenstehende häufig?

Jörg Lohr: Wie viele Details geregelt werden müssen, bevor gebaut wird. Von Wegeführung über die Beschilderung bis zur Frage, wie der Standort im Alltag funktioniert. Aber die Erfahrung zeigt, dass sich immer Lösungen finden lassen.

 

Was Standortpartner über die JOLT Standortauswahl wissen sollten

Viele Standorte entstehen, weil Betreiberinnen und Betreiber aktiv auf JOLT zukommen. Für diese Partner ist wichtig: Was wird erwartet, und was übernimmt JOLT? Diese Fragen wollen wir dem Herrn Lohr auch stellen:

Frage: Was ist das typische Modell, wenn jemand mit Ihnen zusammenarbeiten möchte? 

Jörg Lohr: Kurz gesagt: Sie stellen die Fläche, wir übernehmen Planung, Finanzierung, Umsetzung und Betrieb. Unser Anspruch ist, für Partner so wenig Aufwand wie möglich zu erzeugen. Es soll sich ja für alle auch lohnen.

Frage: Was ist der größte Vorteil aus Partnersicht?

Jörg Lohr: Viele Partner wollen Ladeinfrastruktur, aber keine neue Baustelle. Der größte Vorteil ist aus meiner Sicht, dass wir dank unserer batteriegepufferten Technologie an vielen urbanen Standorten mit einem Anschluss an das bestehende Niederspannungsnetz auskommen. So lassen sich auch Plätze realisieren, an denen klassisches High-Power-Charging sonst deutlich mehr Netzleistung und Bauaufwand erfordern würde.

Wir bringen außerdem das Know-how mit, planen und finanzieren die Anlage und übernehmen Betrieb sowie Wartung. Sie stellen die Fläche zur Verfügung. Für viele Partner entsteht dadurch ein spürbarer Mehrwert, weil zusätzliche Kunden an den Standort kommen und Kundinnen und Kunden länger vor Ort bleiben können.

Frage: Herr Lohr, zum Schluss: Was möchten Sie Unternehmen und Standortpartnern mitgeben, die über Ladeinfrastruktur nachdenken?

Jörg Lohr: Ich würde sagen: Sehen Sie Ladeinfrastruktur als echte Chance. Wer heute einen Standort zukunftsfähig machen will, denkt Mobilität mit. Wichtig ist, dass die Lösung zum Alltag Ihrer Kundinnen und Kunden passt und dass der Betrieb zuverlässig läuft. Genau dafür stehen wir bei JOLT.

Wenn Sie eine Fläche haben, die gut erreichbar ist und bereits heute Frequenz bringt, lohnt sich ein Gespräch fast immer. Wir prüfen schnell und transparent, ob der Standort geeignet ist, und kümmern uns dann um Planung, Umsetzung und Betrieb.

Am Ende soll es für Sie unkompliziert sein und für die Fahrerinnen und Fahrer spürbar besser!

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