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Blog30. September 2026JOLT Redaktion

Wie Kommunen geeignete Standorte für Ladesäulen identifizieren

Der Hochlauf der Elektromobilität stellt Städte und Gemeinden vor eine zentrale Aufgabe: Sie müssen geeignete Standorte für Ladesäulen finden, bevor der Bedarf die vorhandene Infrastruktur übersteigt. Wo eine Schnellladesäule entsteht, entscheidet maßgeblich darüber, ob sie ausgelastet wird, wirtschaftlich arbeitet und von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Kommunen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn sie verfügen über öffentliche Flächen, über Straßenland und über das Wissen zu lokalen Mobilitätsmustern.

Ein silbernes E-Auto fährt auf einer kurvigen Straße entlang einer Küstenlandschaft.

Dieser Beitrag zeigt, wie Kommunen systematisch vorgehen: von der Datengrundlage über die Standortanalyse und die entscheidenden Kriterien bis zur konkreten Umsetzung.

Kommunale Ladeplanung beginnt mit der richtigen Fläche

Eine vorausschauende kommunale Ladeplanung verbindet zwei Perspektiven. Zum einen den tatsächlichen Bedarf: Wie viele Ladepunkte braucht die Kommune heute und in den kommenden Jahren? Zum anderen die Verfügbarkeit geeigneter Flächen. Beide Fragen lassen sich heute datenbasiert beantworten, statt sie dem Zufall zu überlassen.

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, angesiedelt in der NOW GmbH und im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr tätig, stellt Kommunen dafür kostenfreie Werkzeuge bereit. Das StandortTOOL zeigt den aktuellen Bestand und den prognostizierten Bedarf an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, aufgeschlüsselt nach Anwendungsfällen wie dem Laden im Straßenraum, auf Kundenparkplätzen oder an Schnelllade-Hubs innerorts. Die Bedarfsberechnungen orientieren sich an der EU-Verordnung AFIR und lassen sich zwischen mehreren Kommunen vergleichen. So erkennen Sie früh, ob die installierte Ladeleistung den künftigen Bedarf noch deckt, und schaffen die Datengrundlage für die folgende Standortanalyse.

Standortanalyse als Fundament jeder Entscheidung

Am Anfang jeder tragfähigen Entscheidung steht eine belastbare Standortanalyse. Sie beantwortet die Frage, wo das Laden im Stadtgebiet überhaupt sinnvoll ist, und stützt sich auf Daten zu Verkehrsströmen, zu Pendlerbewegungen, zum Parkverhalten und zur Verfügbarkeit privater Lademöglichkeiten. Gerade die Siedlungsstruktur beeinflusst den öffentlichen Ladebedarf stark: Wo viele Menschen ohne eigene Lademöglichkeit wohnen, steigt die Bedeutung öffentlicher Ladepunkte deutlich.

Für die Flächenseite hat die Nationale Leitstelle Tools geschaffen. Eine digitale Plattform, die Flächenangebot und Flächennachfrage zusammenbringt. Kommunen tragen dort geeignete Liegenschaften ein und machen sie für Betreibende diskriminierungsfrei sichtbar. Nach Angaben der Leitstelle waren dort zuletzt mehrere Tausend Liegenschaften verzeichnet; die genaue Zahl entwickelt sich laufend weiter und sollte vor Veröffentlichung geprüft werden. Diese systematische Standortanalyse spart später Zeit und Kosten.

Diese Kriterien machen geeignete Standorte für Ladesäulen aus

Ob sich eine Fläche eignet, entscheidet sich an mehreren Faktoren. Die folgenden Kriterien haben sich in der Praxis als besonders relevant erwiesen:

  1. Netzanschluss und Anschlussleistung: Verfügt der Standort über einen Netzanschluss, oder lässt sich dieser wirtschaftlich herstellen? Reichen die Netzkapazitäten für die geplante Ladeleistung aus?
  2. Verkehrsfrequenz: Standorte an stark befahrenen Achsen und mit guter Sichtbarkeit werden erfahrungsgemäß besser ausgelastet.
  3. Erreichbarkeit und Verkehrssicherheit: E-Autofahrende sollten die Ladesäule ungehindert anfahren können, ohne den fließenden Verkehr zu beeinträchtigen.
  4. Parkverhalten und Parkdauer: Kurze Standzeiten sprechen für das Schnellladen, längere Parkdauern eher für das Normalladen. Die Ladeleistung sollte zum typischen Nutzungsmuster am Standort passen.
  5. Flächengröße und Skalierbarkeit: Denken Sie das Ausbaupotenzial von Beginn an mit, um bei steigendem Bedarf weitere Ladepunkte ergänzen zu können.
  6. Eigentums- und Genehmigungslage: Das Aufstellen von Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum gilt rechtlich als erlaubnispflichtige Sondernutzung. Klare Zuständigkeiten und eine eigene Sondernutzungssatzung beschleunigen das Verfahren spürbar.

Eine gute Standortanalyse gewichtet diese Kriterien nach den örtlichen Gegebenheiten und macht die Auswahl der Ladestandorte so nachvollziehbar wie möglich.

Kommunale Ladeplanung in der Umsetzung: vom Raster zum Ladepunkt

Viele Städte übersetzen ihre kommunale Ladeplanung in ein flächendeckendes Raster. Aachen etwa hat das Stadtgebiet in rund 380 Planquadrate von 400 mal 400 Metern eingeteilt und plant, auf Flächen der Nutzungsarten Wohnen und Verkehr jeweils mindestens zwei Ladepunkte aufzubauen. Essen arbeitet mit einem feineren Raster aus Kacheln von 200 mal 200 Metern. Solche Raster sorgen für eine bedarfsgerechte und gleichmäßige Versorgung und machen die Planung für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Ergänzend empfiehlt es sich, das Konzept mit Nachbarkommunen und der Region abzustimmen sowie die Öffentlichkeit früh einzubinden. Das erhöht die Akzeptanz und beugt Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum vor. Wer diese organisatorischen Schritte früh in die Planung integriert, kommt bei der Umsetzung schneller voran.

Wie JOLT Kommunen bei Standorten für Ladesäulen unterstützt

Ein Kriterium schränkt die Auswahl in der Praxis besonders häufig ein: der Netzanschluss. Die Ladestationen von JOLT verfügen über einen integrierten Batteriespeicher und lassen sich an das vorhandene Niederspannungsnetz anschließen, ganz ohne kostspielige und zeitaufwändige Netzausbauten. Dadurch werden auch Flächen zu möglichen Standorten für Ladesäulen, die für herkömmliche Schnelllader wegen fehlender Netzkapazität bislang ausscheiden würden.

Hinzu kommt die Flächeneffizienz. Mit einer Ladeleistung von bis zu 320 kW laden Fahrzeuge an JOLT-Stationen rund 200 km Reichweite in etwa 10 Minuten, und das rund um die Uhr. Der integrierte Batteriespeicher wirkt zugleich als intelligenter Energiespeicher, der das lokale Netz stabilisieren kann. Für Kommunen heißt das: Auf minimalem Raum entsteht maximale Ladeleistung, während wertvolle urbane Flächen für Parks, Radwege oder öffentliche Plätze frei bleiben.

Als Charge Point Operator begleitet JOLT den gesamten Prozess und übernimmt Standortanalyse, Genehmigungen, Finanzierung und Betrieb. Die Kommune stellt die Fläche bereit, um alles Weitere kümmert sich JOLT.

Fazit: geeignete Standorte für Ladesäulen sind planbar

Die Suche nach geeigneten Standorten für Ladesäulen ist keine Frage des Zufalls, sondern das Ergebnis einer strukturierten kommunalen Ladeplanung. Wer Bedarf und Flächen datenbasiert zusammenbringt, klare Kriterien anlegt und die passenden Werkzeuge sowie eine sorgfältige Standortanalyse nutzt, schafft ein Ladenetz, das zur Stadt und zu ihren Menschen passt.

Sie möchten geeignete Standorte für Ladesäulen in Ihrer Kommune erschließen? Erfahren Sie, wie JOLT Städte und Kommunen beim Ausbau ultraschneller Ladeinfrastruktur begleitet, und nehmen Sie Kontakt mit unserem Team auf.

Quellen

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