E-Auto als Mietwagen im Urlaub: Laden, zurückgeben und abrechnen
Immer mehr Reisende steigen am Urlaubsort auf ein Elektroauto als Mietwagen um. Das fährt leise, ist günstig im Verbrauch und passt bestens in die Stadt. Vor der Buchung tauchen trotzdem oft dieselben Fragen auf: Wie lade ich das Fahrzeug unterwegs, mit welchem Ladestand muss ich es zurückgeben und wie läuft die Abrechnung?
Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Punkte und zeigt, wie Sie ein E-Auto als Mietwagen von der Abholung bis zur Rückgabe entspannt nutzen.
E-Auto als Mietwagen: Worauf Sie bei der Buchung achten
Elektroautos gehören inzwischen bei vielen großen Vermietern zum Angebot, gerade in europäischen Großstädten. Das Kontingent ist allerdings häufig klein, und nicht jede Station hält überhaupt E-Fahrzeuge bereit. Wer ein E-Auto als Mietwagen möchte, bucht deshalb besser früh und prüft das Angebot vorab auf der Website des Anbieters.
Klären Sie am besten schon vor Reiseantritt die Reichweite des Fahrzeugs und fragen Sie, ob ein Ladekabel mitgeliefert wird. Fehlt das Kabel bei der Rückgabe, kann das teuer werden. Ein kurzer Blick auf die technischen Eckdaten spart später Zeit und Nerven.
E-Auto Mietwagen laden: Ladekarte, App und öffentliche Ladestationen
Das Laden funktioniert im Prinzip genauso wie bei einem privaten Elektroauto. An der öffentlichen Ladesäule starten Sie den Ladevorgang per Ladekarte, RFID-Chip oder App. Viele Vermieter legen dem Fahrzeug einen eigenen Ladezugang bei. Fragen Sie bei der Abholung, ob eine solche E-Auto Ladekarte für Mietwägen dabei ist und welche Netzwerke sie abdeckt.
Mit oder ohne Ladekarte des Vermieters
Bringt der Vermieter keinen eigenen Ladezugang mit, nutzen Sie einfach Ihre eigene Ladekarte oder App. Gängige Anbieter rechnen den Strom meist nach geladenen Kilowattstunden (kWh) ab. Prüfen Sie außerdem vor dem Losfahren, ob das passende Ladekabel im Fahrzeug liegt: Typ 2 für das AC-Laden und CCS für das DC-Schnellladen.
E-Auto Mietwagen laden im Ausland: Lade-Roaming clever nutzen
Im Urlaub laden Sie oft in einem anderen Land als zu Hause. Möglich macht das sogenanntes Lade-Roaming: Mit einer Ladekarte oder App laden Sie auch an Säulen im europäischen Ausland.
Ein Haken bleibt: An derselben Säule kann derselbe Ladevorgang je nach Karte deutlich teurer sein, weil Roaming-Aufschläge anfallen. Prüfen Sie deshalb vor der Reise, welche Länder Ihr Anbieter abdeckt und welche Tarife dort gelten. Eine lokale App im Zielland kann sich als günstige Ergänzung lohnen. Spontan mit der Bankkarte zu laden ist zwar fast überall möglich, aber meist die teuerste Variante.
Rückgabe: Welcher Ladestand zählt
Der wichtigste Unterschied zum Verbrenner betrifft die Rückgabe. Statt eines vollen Tanks zählt hier der Ladestand des Akkus. Bei vielen Vermietern gilt eine Mindestmarke von rund 80 % (Quelle: auto motor und sport). Sixt etwa übergibt die Fahrzeuge mit über 80 % und erwartet die Rückgabe mit mindestens 80 %. Der Ladestand wird sowohl bei der Abholung als auch bei der Rückgabe erfasst.
Haben Sie vor der Rückgabe keine Zeit mehr zum Laden, bieten viele Vermieter einen Lade- oder Betankungsservice an, den Sie vorab dazubuchen können. Geben Sie das Fahrzeug ohne ausreichenden Ladestand zurück, lädt der Vermieter nach und stellt Ihnen die Kosten in Rechnung.
Wichtig: Die genauen Regeln und Gebühren unterscheiden sich je nach Anbieter und ändern sich immer wieder. Ein Blick in den Mietvertrag lohnt sich deshalb in jedem Fall.
Bleiben Sie mit leerem Akku liegen, werten das viele Vermieter als Panne und berechnen eine Pauschale zuzüglich möglicher Abschleppkosten. So weit muss es aber nicht kommen: Wer den Akku rechtzeitig auflädt, gibt seinen Elektro-Mietwagen ganz entspannt zurück.
Abrechnung im Blick behalten: Was das Laden kostet
Wie die Ladekosten abgerechnet werden, hängt vom Vermieter und vom Ladeanbieter ab. Grundsätzlich sind drei Modelle üblich: Manche Vermieter schlagen eine Ladepauschale bereits auf den Mietpreis auf, bei anderen zahlen Sie den Strom selbst und weisen die Kosten nach, und in wieder anderen Fällen landen die einzelnen Ladevorgänge auf der Mietrechnung. Klären Sie das am besten direkt bei der Abholung.
Abgerechnet wird meist nach Kilowattstunden. Achten Sie zusätzlich auf mögliche Blockiergebühren: Sie fallen an, wenn das Fahrzeug nach dem vollständigen Laden zu lange an der Säule angeschlossen bleibt. Im Ausland kommen je nach Karte Roaming-Aufschläge hinzu. Wer die Kosten im Blick behalten will, nutzt eine App mit transparenter Preisanzeige und filtert nach günstigen Ladepunkten entlang der Route.
Schnell laden in der Stadt: Entspannt zur Rückgabe mit JOLT
Gerade in der Stadt lässt sich der geforderte Ladestand für die Rückgabe unkompliziert erreichen. JOLT betreibt ultraschnelle Ladesäulen mitten im urbanen Raum, mit bis zu 320 kW Ladeleistung. So laden Sie rund 200 km Reichweite in etwa 10 Minuten nach und sind rechtzeitig zurück an der Mietstation.
Möglich macht das ein integrierter Batteriespeicher, der ultraschnelles Laden ohne kostspieligen Netzausbau ermöglicht. Die Stationen sind rund um die Uhr verfügbar, sodass Sie auch am frühen Morgen oder späten Abend vor der Rückgabe laden können.
Bezahlen können Sie an den JOLT-Schnellladestationen mit gängigen Ladekarten und Roaming-Anbietern, etwa EnBW mobility+, Plugsurfing oder Shell Recharge, oder direkt per JOLT-App sowie mit Visa- und Mastercard. Für einen kurzen Ladestopp vor der Rückgabe ist das ideal, ganz ohne Umgewöhnung auf eine neue Karte.
Übrigens: Auch für die eigene Anreise mit dem Elektroauto lohnt der Blick in unseren Ratgeber E-Auto vor dem Urlaub laden. Wie sich Tarife ohne feste Monatskosten rechnen, lesen Sie unter E-Auto laden ohne Grundgebühr.
Checkliste: E-Auto als Mietwagen entspannt nutzen
- Früh buchen, da das Kontingent an E-Fahrzeugen oft klein ist
- Reichweite und mitgeliefertes Ladekabel bei der Abholung prüfen
- Klären, ob eine Ladekarte des Vermieters dabei ist und welche Netzwerke sie abdeckt
- Passende Lade-App und Roaming-Abdeckung für das Zielland vorab einrichten
- Geforderten Mindestladestand für die Rückgabe erfragen (häufig rund 80 %)
- Rechtzeitig vor der Rückgabe nachladen, zum Beispiel an einer Schnellladesäule in der Stadt
- Abrechnungsmodell und mögliche Blockiergebühren im Mietvertrag prüfen
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Quellen
- Verbraucherzentrale (EVZ): E-Auto im Ausland laden, worauf im Urlaub zu achten ist
- Sixt Help-Center: Laden unterwegs, Ladezustand bei Abholung und Rückgabe, Betankungs- und Ladeservice
- ADAC Autovermietung: Elektroauto mieten, Rückgabe und Abrechnung
- AUTO BILD: E-Auto als Mietwagen, Laderegelung und Rückgabe
- auto motor und sport: Lade-Regeln bei Elektro-Mietwagen (Europcar, Sixt, Hertz, Starcar)
- Toyota: Ladekarte für E-Autos, Abrechnung nach kWh und Blockiergebühr
- EnBW: E-Auto im Ausland laden und Lade-Roaming
- Fleetcor: Roaming-Kosten und Ladekarten im Ausland
- Evo2Drive: Elektromietwagen laden, Tipps zu Ladekarte und Rückgabe
- JOLT Energy: Produkt- und Preisinformationen (bis zu 320 kW, rund 200 km in etwa 10 Minuten, batteriegepuffertes Laden, akzeptierte Ladekarten und Bezahloptionen)
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